Aktuelles

Neuigkeiten der FOM German-Sino School

Hier finden Sie aktuelle Meldungen rund um die FOM German-Sino School

2017

Februar 2017

FOM verabschiedet 500. chinesische Master-Absolventin

Chen Xiaotong ist die 500. chinesische Master-Absolventin der FOM. Im Rahmen der Feierstunde zur Verabschiedung des achten Absolventenjahrgangs der FOM German-Sino School of Business & Technology erhielt sie zusammen mit 112 weiteren erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen ihre Masterurkunde.  

 „Die Masterarbeiten in den Fachrichtungen Internationales Marketing und Accounting & Financial Management überzeugten durch wissenschaftlich hohes Niveau. Mit dem Studienabschluss haben die Absolventen beste Voraussetzungen geschaffen, um sich für anspruchsvolle Jobs auf dem deutsch-chinesischen Arbeitsmarkt zu empfehlen“, lobte Prof. Dr. Hans-Joachim Flocke, wissenschaftlicher Direktor der FOM German-Sino School of Business & Technology, die Leistung der jungen Chinesen.

Jubiläums-Absolventin Chen Xiaotong ist eine der erfolgreichenden Studierenden, die nun beruflich in Deutschland durchstarten wollen. Als 100. chinesische Absolventin hat sie nach dem Studium einen Job in Deutschland gefunden und arbeitet ab Anfang März bei der Firma Agathon aus Bottrop, dem  Weltmarktführer für Schokoladenformen in der Süßwarenindustrie. Ihr Aufgabenbereich: Marketing & Vertrieb mit dem Schwerpunkt China. Hier hatte Chen bereits während ihres Studiums ein durch die German-Sino School vermitteltes Praktikum absolviert. 

Die FOM führt seit vielen Jahren ein eigens auf chinesische Studierende zugeschnittenes Studienprogramm durch, das über die fachliche Wissensvermittlung noch hinausgeht. Unternehmensbesuche bei der Essener Verkehrs AG (EVAG) oder in der Stauder Brauerei, dazu Exkursionen beispielsweise zum Duisburger Landschasftspark Nord sowie verschiedene Unternehmenspraktika ergänzten das Vorlesungsprogramm.

Im Rahmen eines Mentoringprogramms wurden die Studierenden darüber hinaus individuell beraten. Dabei wurden in Einzelgesprächen die fachlichen Kompetenzen der jungen Chinesen herausgearbeitet und sie so bei ihrer weiteren Studien- und Karriereplanung unterstützt.

Das Studienangebot der FOM Hochschule für chinesische Studierende gehört zu den europaweit größten Austauschprogrammen mit Hochschulen in China. Die hochschulische Ausbildung junger Chinesen wird in der FOM German-Sino School of Business & Technology gebündelt. 

Vom Niederrhein nach Taian: FOM Studierender Simon Ellermann sucht als Tutor die Herausforderung

Kleine und mittlere Unternehmen in China und Deutschland haben viel gemeinsam: Sie spielen mit Blick auf Beschäftigung und gesamtwirtschaftliches Wachstum eine bedeutende Rolle, sind gleichzeitig aber im Nachteil gegenüber den sogenannten Global Players – vor allem, wenn es um Risikokapitalausstattung, Personal oder Innovationsfähigkeit geht. Wie KMU diese Nachteile kompensieren und die Herausforderungen einer globalisierten Welt meistern können, stand im Zentrum eines internationalen Workshops an der Shangdong Agricultural University in Tai’an: Am 27. und 28. Mai 2016 haben chinesische und deutsche Experten verschiedene Aspekte rund um die Themen Innovation, Finanzen, Nachhaltigkeit, Recruiting & Co. beleuchtet. Diese Beiträge gibt es jetzt zum Nachlesen, ein entsprechender Tagungsband ist in der FOM Schriftenreihe „Deutsch-chinesischer Wissenschaftsdialog“ erschienen. Titel: „New Trails for SMEs in Germany and China: Co-operations. Opportunities. Challenges. Perspectives“. Herausgeber: Prof. Dr. Andree Elsner und Prof. Andreas Oberheitmann von der FOM German-Sino School of Business & Technology.

 

Zu den Autoren zählen beispielsweise Dr. Michael Rothgang und Dr. Jochen Dehio. Die beiden Experten des RWI Leibnitz Instituts für Wirtschaftsforschung stellen in ihrem Beitrag u.a. die Strategien deutscher KMU vor, die im Bereich Innovation gut aufgestellt sind. Ihre These: „Die Vorgehensweisen variieren je nach Sektor und Branche. In der Auto- und Maschinenindustrie beispielsweise haben viele Unternehmen ihr Wissen erfolgreich weiterentwickelt und vor ihren Wettbewerbern geschützt, während im Hightech-Bereich verbesserte Rahmenbedingungen bei Finanzierung und Forschung zu vielen Neugründungen geführt haben.“

Allerdings werden die Möglichkeiten, die diese Rahmenbedingungen eröffnen, nicht erschöpfend genutzt, so Dr. Hartmut Meyer vom KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand. „Nur 60 Prozent des Budgets, das in Deutschland zur Unterstützung unternehmerischer Aktivitäten bereitsteht, wird auch tatsächlich abgerufen“, schreibt der FOM-Wissenschaftler. Er setzt sich daher mit der Frage auseinander, warum die Chancen auf Unternehmertum ungenutzt bleiben und welche Faktoren Entrepreneurship in einer innovationsgetriebenen Wirtschaft auszeichnen.

Wie das Thema Innovation von landwirtschaftlichen KMU in China gehandhabt wird, erläutert Prof. Xu Yuanguo von der Shangdong Agricultural University in seinem Beitrag. Dass sie dabei Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung haben, berichtet Prof. Zhao Wei, während Prof. Wang Hongsheng auf Cloud-Financing als alternatives Finanzierungsmodell verweist.

Insgesamt enthält der chinesisch-englischsprachige Band zwölf Beiträge sowie Grußworte von Tim Wenniges (Leiter des China Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung) und Prof. Dr. Burghard Hermeier (Rektor der FOM Hochschule) als Repräsentanten der beiden Institutionen, die den Workshop in China initiiert haben. Das komplette Dokument steht als PDF-Datei auf der Seite der FOM German-Sino School zum Download bereit.

Vom Niederrhein nach Taian: FOM Studierender Simon Ellermann sucht als Tutor die Herausforderung

Ende Februar werden sie starten – aus allen Teilen Deutschlands geht es für zehn junge Leute als Tutor nach China. Gut vorbereitet gehen sie an ihre Aufgaben. In einem Workshop in Essen wurden sie von Mitarbeitern der FOM German-Sino School of Business & Technology auf ihren Einsatz vorbereitet. Die FOM Studierenden oder FOM Absolventen verbringen das kommende Sommersemester in den FOM-Partner-Studienzentren Taian und Taiyuan, um die chinesischen Studierenden auf ihrem Weg zum Bachelor-Abschluss zu begleiten und die Dozenten bei der Lehrtätigkeit zu unterstützen.

3 Fragen an:

Simon Ellermann aus Geldern am Niederrhein – Studierender am FOM Hochschulzentrum Duisburg

1.    Wo werden Sie als Tutor arbeiten, welche Ziele vor Ort wollen Sie sehen?

Ich werde am Standort Taian an der Shandong Agricultural University eingesetzt. Zu meinen potenziellen Reisezielen gehören in jedem Fall Shanghai und die chinesische Mauer. Einen genauen Plan werde ich aber erst vor Ort ausarbeiten, wo und wann ich diverse Orte und Sehenswürdigkeiten besuchen werde.

2.    Mit welchen Erwartungen fahren Sie nach China?

Ich gehe total unvoreingenommen nach China und bin daher, was die Erwartungen angeht, sehr offen. Ich denke, dass dies der beste Weg ist, dieses Abenteuer anzutreten, da die chinesische Kultur sich sehr stark von unserer unterscheidet. Ich hoffe, dass ich mich mit den Dozenten und meinen Tutorenkollegen über den gesamten Zeitraum gut verstehe und wir an einem Strang ziehen. Zudem bin ich persönlich ambitioniert, dort einen guten Job als Tutor zu leisten, um den chinesischen Studenten meine Erfahrungen und das Wissen aus dem FOM Studium erfolgreich zu vermitteln.

3.    Warum interessieren Sie sich überhaupt für die Arbeit als Tutor in China?

Während meines letzten Semesters an der FOM in Duisburg habe ich mir Gedanken über meine Zukunft nach dem Bachelor-Studium gemacht. Da mich ein Auslandsaufenthalt reizt, habe ich mich über Möglichkeiten im Internet informiert und bin dabei auf das Tutorenprogramm der FOM German-Sino School of Business & Technology gestoßen. Das hat sofort mein Interesse geweckt, auch weil die School zur FOM Hochschule gehört, die ich ja schon gut kenne. Der zeitliche Rahmen des Programms ist ideal, so dass ich mich letztendlich erfolgreich beworben habe. Nun bin auf das Abenteuer im Reich der Mitte sehr gespannt.

Januar 2017

Marketing hautnah – Studenten der Sino-German School besuchen die Messe in Köln

Im Rahmen der Veranstaltung Integriertes Marketing- & Vertriebsmanagement besuchten MasterstudentInnen der FOM German-Sino School die Living Kitchen und Internationale Möbel-Messe (IMM) in Köln. Zahlreiche StudentInnenen aus den anderen Bachelor- und Masterprogrammen der School begleiteten sie.

Die Neugier war groß, die neuesten Möbeltrends und Entwicklungen im Bereich Küche zu sehen. In den 11 Messehallen konnten die über 100 StudentInnen hautnah erleben, wie unterschiedlich sich Unternehmen darstellen und ihre Produkte präsentieren.  Auf dieser internationalen Messe waren Anbieter aus vielen Ländern vertreten, darunter auch aus China, die auf einer Podiumsdiskussion einen Einblick in das Thema ‚Zukunft der Modernen Einbauküche‘ vermittelten. 

Willkommen im Jahr des Hahns - 400 Chinesen und Deutsche feierten chinesisches Frühlingsfest in Essen

Tanz, traditionelle Musik aus China, dazu moderne Pop- und Rock-Songs: Mit einem unterhaltsamen und farbenfrohen Programm ist in der Essener Weststadthalle das traditionelle chinesische Frühjahrsfest gefeiert worden. Der Verband der Essener chinesischen Studenten und Wissenschaftler sowie Studierende der FOM German-Sino School of Business & Technology begrüßten zusammen mit rund 400 Gästen aus Bildung, Politik und Wirtschaft das Jahr des Hahns. In China steht es für viel Energie und Wachstum.

Einer der Höhepunkte des Bühnenprogramms mit Musik-, Tanz- und Sportaufführungen war der Auftritt der FOM Allstars. Die Hochschulband um Kanzler Dr. Harald Beschorner und die Prorektoren Prof. Dr. Stefan Heinemann und Prof. Dr. Thomas Heupel präsentierte neben Pop-Songs von Robbie Williams und Pharrell Williams auch ein chinesisches Lied.

Zuvor begrüßten Dongsheng Han vom Generalkonsulat der VR China in Düsseldorf, Dr. Dietmar Düdden, Geschäftsführer der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft EWG,  Prof. Dr. Liu Liang, Ko-Direktorin des Konfuzius-Institut der Universität Duisburg-Essen und Dr. Harald Beschorner, Kanzler der FOM, die Gäste in der Weststadthalle.

Dr. Beschorner beschrieb unter anderem die langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit der FOM mit den chinesischen Partnerhochschulen. Als Vertreter der Stadt Essen würdigte Dr. Dietmar Düdden das deutsch-chinesische Studienprogramm als wichtigen Bestandteil der guten Beziehungen zwischen Essen und China.

Ein deutsch-chinesischer Blick auf Industrie 4.0, Service Engineering und Lehre

88 chinesischen Studierenden in 2,5 Wochen das Thema Service Engineering näher zu bringen – dieser Herausforderung hat sich Steffen Weimann gestellt. Der FOM-Dozent und Research Fellow des KCT KompetenzCentrum für Technologie- & Innovationsmanagement war für die FOM German-Sino School of Business & Technology in Shenyang im Einsatz. Dort hat er im Kooperationsstudiengang Elektrotechnik und Informationstechnik unterrichtet. Wie es zu dem Auslandsaufenthalt kam, was bei der Lehre im Reich der Mitte zu beachten ist und welche Rolle Service Engineering in China und Deutschland spielt, erklären Steffen Weimann und Kai Zhang (Gesamtkoordinator der German-Sino School) im Doppelinterview.

Zum Einstieg eine Verständnisfrage: Was verbirgt sich hinter Service Engineering?

Steffen Weimann: Bei Service Engineering geht es darum, Dienstleistungen systematisch so zu gestalten, dass sie dem Kunden einen besseren Nutzen bringen – und zwar nicht nur im After-Sales-Bereich, sondern auch mit Blick auf Innovation im gesamten Geschäftsmodell. Vom Produkt zum Service. Unternehmen binden ihre Partner und Kunden in die Wertschöpfungskette ein, holen sich Feedback und optimieren auf dieser Basis ihre Arbeit. Zum Beispiel, wenn es um die Frage geht, welche neue Idee umgesetzt werden soll und welche nicht. Um Services zu gestalten, stehen eine ganze Reihe von Tools und Methoden zur Verfügung – von Personas und Service Blueprints über Service Spezifikation bis zu Value Proposition Design und Business Modeling.

Setzen viele Unternehmen auf Service Engineering?

Steffen Weimann: Sie sollten es. Schließlich müssen Dienstleistungsprozesse die Erwartungen der Kunden erfüllen. Sonst verliert man im schlimmsten Fall einen Kunden oder erntet negative Rezensionen in den einschlägigen sozialen Medien bzw. auf den entsprechenden Internetseiten. Dienstleistungen bieten bessere Möglichkeiten der Kundenbindung und damit auch attraktivere Erlösmodelle als Perspektive für Unternehmen. Mit der immer weiter fortschreitendenden Digitalisierung bieten sich zusätzliche Chancen der Standardisierung und Individualisierung.

In der Praxis ist es momentan allerdings so, dass sich bei vielen Unternehmen derzeitige Unternehmensstrukturen und -abläufe nicht für eine effiziente Entwicklung und Marktpositionierung neuer Dienstleistungen ausgelegt sind. Laut Studien ist die Entwicklung von Dienstleistungen bei etwa zwei Drittel der Unternehmen bisher nicht oder nur in geringem Umfang formalisiert. Hier schlummert noch viel Potenzial.

Wie sieht es in China aus?

Steffen Weimann: In China ist das Thema noch nicht in dem Maße angekommen wie in Deutschland. Das liegt vor allem am Stellenwert der Dienstleistungsbranche. Während bei uns die Produktion von Dienstleistungen 75 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmacht, sind es in China 50 Prozent. Shenyang beispielsweise ist eine typische Industriestadt. Für die hier ansässigen Unternehmen – darunter übrigens eine BMW-Niederlassung – sind Themen wie Industrie 4.0 und technologische Innovation in Zusammenhang mit der Strategie China 2025 hochaktuell. Service Engineering dagegen ist eher eine Nebensache.

Dann haben Sie den chinesischen Studierenden also ganz neue Impulse geliefert?

Steffen Weimann: Im Grunde genommen, ja. Mit Blick auf die Lehre war das eine echte Herausforderung. Schließlich wollte ich keine Gegenüberstellung machen, bei der China reduziert wird. Stattdessen habe ich mit den Grundlagen zum Thema Dienstleistungen angefangen und die Studierenden über einfache Beispiele an das Service Engineering herangeführt. Dieses Vorgehen kam gut an, die Studierenden waren mit viel Spaß dabei – so mein Eindruck.

War die Lehre – unabhängig vom Thema – anders als in Deutschland? 

Steffen Weimann: Mir war von Anfang an klar, dass ich in Shenyang einen ganz anderen Stil fahren musste als in einem Hörsaal an der FOM. Die deutschen Studierenden wollen in die Vorlesung eingebunden werden, sind direkter, selbstbewusster und kritischer. Die chinesischen Studierenden waren da sehr viel zurückhaltender…

Kai Zhang: Was natürlich nicht bedeutet, dass sie keine Fragen haben. Eine chinesische Studentin, die aktuell bei uns in Essen ist, hat dazu eine ganz interessante Präsentation gehalten. Ihre Botschaft: Auch wenn wir schüchtern sind, wollen wir den Dingen doch ganz genau auf den Grund gehen.

Steffen Weimann: Das kann ich nur bestätigen. In meine Vorlesungen habe ich nach und nach kleine Interaktionen eingebaut und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Ein Beispiel: Am Ende jeder Veranstaltung habe ich Review-Fragen zu den Inhalten gestellt und mich dabei mitten unter die Studierenden gesetzt. Ich war erstaunt, welche Detailfragen dabei zur Sprache kamen. Eine Studentin hat mich mit einer sehr cleveren, in die Tiefe gehenden Frage nachhaltig beeindruckt.

Wie kam der Kontakt zwischen Ihnen beiden eigentlich zustande? 

Kai Zhang: Über Prof. Dr. Rudolf Jerrentrup, der ebenfalls forschend am KCT KompetenzCentrum für Technologie- & Innovationsmanagement tätig ist. Er hat Steffen Weimann während eines Besuches in Essen kurzerhand in mein Büro gebracht und vorstellt. Nach einer kurzen Präsentation des Kooperationsprogramms „Elektrotechnik & Informationstechnik“ war er direkt Feuer und Flamme…

Steffen Weimann: China war für mich schon immer ein Thema. Da konnte ich gar nicht nein sagen.

Wie viele Studierende nehmen denn aktuell an dem Kooperationsprogramm teil? 

Kai Zhang: Es sind knapp 90. Sie sind in diesem Wintersemester mit den Themen Service Engineering und Mikroprozessoren gestartet. Kommendes Jahr – also im 8. Fachsemester – kommen sie dann nach Deutschland.

Steffen Weimann: Darauf freuen sich die meisten von ihnen. Sie sind sehr beeindruckt von der Qualität und Effizienz deutscher Produkte und wollen größtenteils auch hier arbeiten.

Es gab also trotz der relativ kurzen Zeit, die Sie in Shenyang waren, Gelegenheit zu persönlichem Austausch? 

Steffen Weimann: Das Pensum war in der Tat recht groß. Ich habe in den 2,5 Wochen 56 Unterrichtseinheiten abgedeckt – inklusive Klausuren. Abseits der Vorlesungen haben sich die Studierenden rührend um mich gekümmert und mich beispielsweise immer in die Mensa begleitet, um beim Bestellen behilflich zu sein. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und bin definitiv ein Wiederholungstäter, was China betrifft.

Konnten Sie den Aufenthalt denn auch für Ihre Tätigkeit am KCT nutzen? 

Steffen Weimann: Prof. Dr. Reiner Dudziak – seines Zeichens wissenschaftlicher Direktor Ingenieurwesen an der FOM German-Sino School of Business & Technology – hatte mich im Vorfeld mit Kontakten zu interessanten Unternehmen vor Ort versorgt. Aufgrund des straffen Zeitplans gab es allerdings keine Gelegenheit, die entsprechenden Besuche zu machen. Das werde ich definitiv nachholen, wenn es das nächste Mal nach Shenyang geht.

Nichtsdestotrotz hat der Aufenthalt in China dazu geführt, meine Perspektive zu erweitern – mit Blick sowohl auf das Thema Service Engineering als auch auf Industrie 4.0 generell. Das wird bei zukünftigen Forschungsaktivitäten definitiv eine Rolle spielen. Darüber hinaus bin ich gespannt auf das, was sich im Rahmen der Travelling Conference zur digitalen Transformation ergibt. Ich selbst bin vom 20. bis 27. Februar 2017 in China zwar nicht dabei, aber mit Prof. Dr. Jerrentrup und Prof. Dr.-Ing. Michael Schaffner nehmen gleich zwei KCT-Kollegen an diesem deutsch-chinesischen Dialog teil.

Willkommen im Jahr des Hahns - 400 Chinesen und Deutsche feierten chinesisches Frühlingsfest in Essen

Tanz, traditionelle Musik aus China, dazu moderne Pop- und Rock-Songs: Mit einem unterhaltsamen und farbenfrohen Programm ist in der Essener Weststadthalle das traditionelle chinesische Frühjahrsfest gefeiert worden. Der Verband der Essener chinesischen Studenten und Wissenschaftler sowie Studierende der FOM German-Sino School of Business & Technology begrüßten zusammen mit rund 400 Gästen aus Bildung, Politik und Wirtschaft das Jahr des Hahns. In China steht es für viel Energie und Wachstum.

Einer der Höhepunkte des Bühnenprogramms mit Musik-, Tanz- und Sportaufführungen war der Auftritt der FOM Allstars. Die Hochschulband um Kanzler Dr. Harald Beschorner und die Prorektoren Prof. Dr. Stefan Heinemann und Prof. Dr. Thomas Heupel präsentierte neben Pop-Songs von Robbie Williams und Pharrell Williams auch ein chinesisches Lied.

Zuvor begrüßten Dongsheng Han vom Generalkonsulat der VR China in Düsseldorf, Dr. Dietmar Düdden, Geschäftsführer der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft EWG,  Prof. Dr. Liu Liang, Ko-Direktorin des Konfuzius-Institut der Universität Duisburg-Essen und Dr. Harald Beschorner, Kanzler der FOM, die Gäste in der Weststadthalle.

Dr. Beschorner beschrieb unter anderem die langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit der FOM mit den chinesischen Partnerhochschulen. Als Vertreter der Stadt Essen würdigte Dr. Dietmar Düdden das deutsch-chinesische Studienprogramm als wichtigen Bestandteil der guten Beziehungen zwischen Essen und China.

Duisburg lockt chinesische Existenzgründer

Duisburg will für die chinesische Community das werden, was Düsseldorf für Japanerinnen und Japaner bereits ist. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbh (GFW Duisburg) zusammen mit der FOM Hochschule ein Existenzgründungsseminar für Chinesen in Deutschland (ESCID) entwickelt. Die Duisburger Wirtschaftsförderer haben dabei vor allem die Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen und Universitäten im Blick, die idealerweise in Duisburg gründen sollen. 

Unser Bild zeigt v.l.: Ralf Meurer, Geschäftsführer GFW Duisburg, Rui chao Yuan, FOM Master-Absolvent, Chao Zhang, FOM Master-Absolventin, Prof. Dr. Stefan Heinemann, FOM und Sandra Seidler, Geschäftsleiterin FOM Duisburg (Foto: FOM) 

So funktioniert es: Nach einer Informationsveranstaltung am 18. Januar um 18 Uhr im Technologiezentrum Tectrum werden die potenziellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst einmal Zeit haben, das chinesische Frühlingsfest daheim oder in der Duisburger Mercatorhalle im Kreise ihrer Familien zu feiern. Wenn alle wieder zurück im Ruhrgebiet sind, beginnt das kostenfreie Blockseminar am 8. April. Es beinhaltet fünf Module und dauert acht Tage - jeweils samstags von 9 bis 17 Uhr. Unterrichtet wird ausschließlich in deutscher Sprache.

Das erste Modul rankt sich um die Fragen „Warum den Weg in die Selbstständigkeit einschlagen und warum in Deutschland gründen?“ Hier geht es darum, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Formalitäten und Basisinformationen zur Unternehmensgründung in Deutschland nahe zu bringen. Danach geht es um interkulturelle Aspekte bei einer Existenzgründung hierzulande. Schlüsselbegriffe wie „Akquise“, „Verbindlichkeit“, „Netzwerken“, „Begrüßung“ und „Compliance“ werden hier unter die Lupe genommen.

Modul 3 behandelt anhand von Praxisvorträgen das 1x1 der Selbstständigkeit in Deutschland: von der Marktanalyse und Finanzplanung über rechtliche und steuerliche Aspekte, das Rechnungswesen bis hin zu den ersten Schritten in der Selbstständigkeit. In Modul 4 werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu befähigt, in Teamarbeit einen rudimentären Businessplan zu erstellen – sei es für eine reale oder fiktive Unternehmensgründung.

Im letzten und abschließenden Modul werden die so erstellten Businesspläne besprochen und präsentiert. Über das Workshop-Ende hinaus helfen die Akteure der GFW Duisburg den ESCID-Absolventen dabei, ihre Geschäftsidee in Duisburg zu verwirklichen.

„Als Repräsentant der FOM Hochschule freue ich mich, gemeinsam mit der Duisburger Wirtschaftsförderung ein Vorreiter-Projekt auf den Weg gebracht zu haben, dass in wirtschaftlicher wie interkultureller Hinsicht überaus spannend und dynamisch ist“, erläutert Professor Dr. Stefan Heinemann, Prorektor Kooperationen an der FOM Hochschule.

Alaaf: Chinesische Studierende feiern Karneval - KG „Schwerfe bliev Schwerfe“ aus Zülpich in Essen

Wenn die chinesischen Studierenden der FOM German Sino-School of Business & Technology die zwei Semester ihrer Studienzeit in Essen verbringen, wird ihnen nicht langweilig. Neben Exkursionen zu Unternehmen oder auch einem Besuch des Weihnachtsmarktes in Essen haben nun 80 Chinesinnen und Chinesen den rheinischen Karneval kennengelernt. 

Tanzgarde „Schwerfe bliev Schwerfe“ begeistert (Foto: FOM)

Eine Abordnung der Karnevalsgesellschaft „Schwerfe bliev Schwerfe“ aus Zülpich vor den Toren Kölns besuchte die Studierenden im Essener Hörsaalzentrum. Deren Präsident Albrecht Arenz hatte den staunenden Asiaten viel zu erzählen – über die Geschichte des Karneval im Allgemeinen und die des Kölner Karneval im Besonderen.

Höhepunkt des karnevalistischen Treibens war der Einzug des Prinzenpaares Prinzessin Gloria I. (Pietrzak) und Prinz Axel I. (Pietrzak) in wunderbaren Uniformen zusammen mit dem Adjutanten des Prinzenpaares.

Für großartige Stimmung sorgte die Tanzgarde „Schwerfe bliev Schwerfe“, die die Studierenden mit atemberaubender Akrobatik und Tanz begeisterte. Nach einem Glas Kölsch vom Fass machten sich die Zülpicher Karnevalisten wieder auf den Heimweg, und die chinesischen Studierenden der FOM sind nun um eine kulturelle Erfahrung reicher. 

2016

Dezember 2016

Dombesichtigung am 15.12.2016

Am 15.12.2016 haben 14 Studierende der German-Sino School of Business & Technology an der Besichtigung des Essener Doms teilgenommen. Neben der Besichtigung des Doms und eines seiner bedeutendsten Kunstwerke – der Goldenen Madonna - gab es für die Studierenden aus China sehr viel Neues über das Christentum, christliche Bräuche im Gottesdienst und die Geschichte Essens zu erfahren. Abgerundet wurde die Besichtigung durch den Besuch der Domschatzkammer. Die doch für Chinesen ungewöhnlich vielen  Fragen der Studierenden zeugten von einem regen Interesse, mehr über die Kultur und Religion ihres Gastlandes zu erfahren. Viele äußerten die Absicht, in der nächsten Woche an einer Christmette teilzunehmen. 

Schneeflöckchen, Weißröckchen - Stern der Hoffnung

Studierende und Lehrbeauftrage der FOM German-Sino School of Business & Technology feierten gemeinsam den Advent 

Am 13.12.2016 feierten 85 Studierende der FOM German-Sino School of Business & Technology gemeinsam mit einigen Lehrbeautragten die Adventszeit. Bei Grünkohl und Kassler wurde den Studiernden viel über die Adventszeit und das Weihnachtsfest in Deutschland näher gebracht. Frau Prof. Dr. Wang und Herr Prof. Dr. Wang, Gastdozenten der Kooperationshochschule in Shanxi, nahmen an dem Adventsessen teil. Herr Prof. Wang motivierte die Studierende in seiner Ansprache viel von der deutschen Kultur aufzunehmen, zu verstehen und selbst zu erleben – wie genau bei dieser Veranstaltung.

Einige Studiernde haben im Vorfeld ein kleines Programm vorbereitet. Neben deutscher und chinesicher Livemusik wurde eine Geschichte „Stern der Hoffnung“ vorgetragen. In der Geschichte gab es viele Parallelen zum Studium der Studierenden. „Wir müssen mit Hoffnung in die Zukunft blicken“ war das Credo von Frau Yu Huawei. 

FOM Hochschule und deutsche Küchenbranche richten Blick nach China

Ende November organisierte die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK) zusammen mit der FOM Hochschule den ersten Recruiting Day China 2016 am Hochschulzentrum Münster. Die Mitgliedsunternehmen der AMK-Arbeitsgruppe China hatten die Möglichkeit über 20 hochqualifizierte chinesische FOM Studierende kennenzulernen.

Der wichtigste Auslandsmarkt außerhalb der europäischen Union für die deutsche Küchenbranche ist China. Unbestritten auch, dass der Markt das größte Zukunftspotential für Küchen weltweit birgt. Im Jahr 2030 werden nach einer Studie der Cologne Strategy Group deutlich mehr hochwertige Küchen im Reich der Mitte verkauft als in Gesamt-Europa. Immer mehr deutsche Unternehmen richten den Blick daher nach China. 

 „Trotz des sehr großen Potentials stellt dieser Markt unsere Mitgliedsunternehmen vor neue und besondere Herausforderungen – insbesondere kulturell. Daher gibt es ein großes Bedürfnis, international und interkulturell ausgebildeten Nachwuchs zu finden. Wir sind daher der FOM sehr dankbar, dass sie uns mit diesem einmaligen Format die Möglichkeit geben top-ausgebildete chinesische Studierende für unsere Branche zu gewinnen.“, erläutert AMK-Geschäftsführer Kirk Mangels das Brancheninteresse.

Im neuen FOM Hochschulzentrum in Münster wurden über 20 chinesische Studierende mit hervorragenden Studienleistungen und sehr guten Kenntnissen der deutschen Kultur und Sprache vorausgewählt. In kleinen Gruppen hatten die Studierenden eineinhalb Stunden Zeit, eine kurze Präsentation zu relevanten Themen der Küchenbranche im chinesischen Markt zu erarbeiten und dem Plenum inklusive der AMK-Mitgliedsunternehmen zu präsentieren. Nach beeindruckenden Arbeitsergebnissen folgten Vorstellungsgespräche im Speed-Dating-Format.

„Seit nunmehr 15 Jahren bietet die FOM German-Sino School of Business & Technology jungen chinesischen Studierenden die Möglichkeit einer interkulturellen Ausbildung, die in der Regel in einem Berufseinstieg in einem international tätigen Unternehmen in Deutschland oder China mündet.“, so Dr. Harald Beschorner, FOM Kanzler.

Die FOM blickt im Rahmen des Kooperationsprogramms mit zwei chinesischen Hochschulen inzwischen auf über 2.000 Absolventen betriebswirtschaftlicher Studiengänge zurück. Die Studierenden absolvieren dabei zunächst einen Teil ihres Bachelor-Studiums sowie intensive Deutschkurse in China, bevor sie danach für ein weiteres Jahr ihr Studium in Deutschland fortsetzen und dort beenden. „Viele Studierende schließen inzwischen direkt ihr Masterstudium an der FOM an. Dabei wollen wir unseren chinesischen Studierenden anhand von Praktika auch Einblicke in die Wirtschaft geben. Wenn wir hier die Bedürfnisse von international aktiven Unternehmen mit den Wünschen unser Studierenden zusammenbringen können, freuen wir uns, diese zu begleiten.“, fügt Dr. Harald Beschorner hinzu.


Besonders erfreulich: Schon zehn Tage nach der Veranstaltung lässt sich ein erstes Zwischenfazit ziehen. Viele Studierende haben bereits verschiedene Möglichkeiten zur Zusammenarbeit angeboten bekommen. Sowohl die AMK als auch die FOM wollen das erfolgreiche Format im folgenden Jahr nicht nur fortsetzen sondern sogar ausweiten.

November 2016

Internationaler Austausch zu Industrie 4.0: Was China und Deutschland voneinander lernen können

Die Bundesregierung spricht vom Zukunftsprojekt Industrie 4.0, die Volksrepublik nennt ihren Fahrplan Made in China 2025. Die Zielsetzung der Strategien ist nahezu identisch: Beide Länder wollen ihre Industrie beim Prozess der Digitalisierung unterstützen. Wie sieht das in der Praxis aus? Welche Erfolge sind bereits zu verzeichnen? Und was können Deutschland und China voneinander lernen? Antworten auf diese Fragen liefert eine im Februar 2017 startende Travelling Conference. Das Konzept: Deutsche Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft sind nacheinander zu Gast an vier chinesischen Hochschulen. Dort treffen sie im Rahmen von Konferenzen auf chinesische Kolleginnen und Kollegen, die gemeinsam mit ihnen das jeweilige Programm – bestehend aus Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden – bestreiten. 

Hinter dem Vorhaben, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, stehen die FOM und vier ihrer chinesischen Partnerhochschulen: die Shandong Agricultural University, das College of Mobile Telecommunications der Chongqing University of Posts and Telecommunications, das College of Information der Shanxi Agricultural University und die Shanxi University of Finance and Economics. Projektleiter ist Prof. Andreas Oberheitmann. „Am Thema Industrie 4.0 führt aktuell und in Zukunft kein Weg vorbei“, betont der Forschungskoordinator der FOM German-Sino School of Business & Technologie. „Deshalb wollen wir im Rahmen der Konferenz sowohl Input liefern als auch Möglichkeiten zu Austausch und Zusammenarbeit bieten. Langfristig sollen dadurch nachhaltige Netzwerke und Kooperationsstrukturen zwischen deutschen und chinesischen Wissenschaftlern und Praktikern entstehen.“

Aktuell stimmen die Projektpartner das konkrete Programm der Konferenz ab. Fest steht aber schon, welche deutschen Experten Ende Februar 2017 die Reise ins Reich der Mitte antreten. Dazu gehören:

·         Dietmar Düdden, Geschäftsführer der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

·         Dr. Gregor Schiele, aktives Mitglied der Initiative Wissenschaftsstadt Essen und Professor für Informatik an der Universität Duisburg Essen

·         Prof. Dr. Gregor Sandhaus, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule der Wirtschaft

·         Prof. Dr. Roger Bons, Professor für Wirtschaftsinformatik an der FOM Hochschule

·         Prof. Dr. Rudolf Jerrentrup, Dekan für Ingenieurwesen an der FOM Hochschule

·         Prof. Dr. Stefan Heinemann, Co-Direktor des ifpm Institut für Public Management der FOM Hochschule, Professor für Wirtschaftsethik und Vorstandsvorsitzender der Initiative Wissenschaftsstadt Essen

·         Prof. Dr.-Ing. Michael Schaffner, Professor für Organisation und Innovation an der FOM Hochschule

Auch Prof. Dr. Thomas Heupel, FOM Prorektor für Forschung, wird die Delegation auf ihrer Reise begleiten. „Die Travelling Conference – intern übrigens geführt unter dem Namen ‚DigiTrans CD‘ – setzt einen Weg fort, den die FOM mit Projekten wie E2E begonnen hat: die Internationalisierung ihrer Forschungsaktivitäten. Jetzt gilt es, diese Aktivitäten auszubauen und zu verstetigen…“

FOM beim deutsch-chinesischen Forum in Berlin zu Gast

Im Rahmen des Besuchs der chinesischen Vize-Premierministerin Liu Yandong trafen sich in Berlin Vertreter renommierter Hochschulen aus China und Deutschland. Als einzige private Hochschule war die FOM zum deutsch-chinesischen Forum für Hochschule, Wissenschaft und Innovation eingeladen.

FOM Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier: „Für die FOM war die Teilnahme an der Veranstaltung eine große Ehre und Anerkennung für unsere erfolgreiche Arbeit beim Aufbau und der Entwicklung unseres deutsch-chinesischen Studienprogramms.“

Bei dem Forum ging es um Wege zur akademischen Weltspitze und um Exzellenzförderung im Spannungsfeld von Kooperation und Konkurrenz. In den Vorträgen und Podiumsgesprächen ging es unter anderem um die Zusammenarbeit von chinesischen und deutschen Hochschulen im Hinblick auf Chancen und Herausforderungen.

Bereits seit 2002 ist die FOM in China aktiv und führt dort mit verschiedenen Partnerhochschulen Kooperationsstudiengänge mit Bachelor- und Master-Abschlüssen durch. 2013 wurde die FOM German-Sino Schoool of Business & Technology gegründet.

4. Deutsch-Chinesisches Akademisches Forum: Vor welchen Herausforderungen steht eine alternde Gesellschaft?

Prominent besetzt war das 4. Deutsch-Chinesische Akademische Forum am 10. und 11. November in Berlin: Auf Einladung der Bonner Akademie für Forschung und Lehre Praktischer Politik – kurz: BAPP – und der Konrad Adenauer Stiftung, waren PolitikerInnen, WissenschaftlerInnen aus China und Deutschland in die Hauptstadt gereist, um „Neue Entwicklungskonzepte und gesellschaftliche Transformationsprozesse“ zu diskutieren. Darunter als Schirmherr der Botschafter der Volksrepublik China, Shi Mingde, als Mitorgansiator Prof. Wang Limin, Chefredakteur der Social Sciences in China Press (SSCP), sowie als Gäste Prof. Wang Tianfu von der Tsinghua University, Prof. Qiu Zeqi von der Peking University, Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, sowie die Bundesminister a.D. Dr. Jürgen Rüttgers und Rudolf Scharping. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Tagung lagen u.a. auf Governance in Cyber-Space, nachhaltiger Entwicklung für die globalisierte Welt, Geschlechtergerechtigkeit und Bevölkerungsstruktur. Zum diesem Thema gab es auch einen Vortrag von einem FOM-Vertreter: Prof. Andreas Oberheitmann, Forschungskoordinator der FOM German-Sino School of Business & Technologie, sprach über die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft.

„Die Lage in China und Deutschland ist durchaus vergleichbar“, betonte er. „In beiden Ländern sind eine Überalterung der Gesellschaft sowie ein deutlich abnehmendes Bevölkerungswachstum zu beobachten.“ In Zahlen heißt das: Das Durchschnittsalter in Deutschland und China liegt bei 45,7 bzw. 36,3 Jahren, der Anteil der unter 15-Jährigen bei 13,1 bzw. 17,2 Prozent. Dies führe zu allgemeinen Herausforderungen bei Altersvorsorge und Gesundheitswesen und habe zudem Auswirkungen auf die Arbeitswelt. „Die wachsende Zahl von Rentenempfängern und älteren Menschen mit einer höheren Lebenserwartung ziehen beispielsweise höhere Aufwendungen für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung nach sich“, so Prof. Oberheitmann. „Mit Blick auf die Berufstätigkeit stellt sich die Frage, wie die Produktivität von Mitarbeitenden länger erhalten werden kann. Dabei spielt natürlich das lebenslange Lernen eine große Rolle.“

Für China sieht der Forschungskoordinator der German-Sino School noch weitere Herausforderungen, die sich u.a. in Folge der seit den 1980er Jahren betriebenen Geburtenkontrollpolitik ergeben. „Gerade im Industriesektor herrscht ein eklatanter Arbeits- und Fachkräftemangel. Die Folge: Die Löhne sind in den vergangenen zehn Jahren um durchschnittlich 13 Prozent pro Jahr angestiegen“, erklärte Prof. Oberheitmann. „Das wiederum führt dazu, dass die bisherigen Wettbewerbsvorteile bei den Lohnstückkosten wegfallen, und viele ausländische Investoren in andere Länder abwandern.“ Als Ausweg schlug er eine Verbesserung der Produktivität durch den Ausbau des Bildungssystems vor. Zum Beispiel durch die Gründung von mehr Fachhochschulen oder die Einführung eines dualen Bildungssystems.

Oktober 2016

Gute Neuigkeiten aus China

Die erfolgreiche Kooperation zwischen der FOM Hochschule und der Shandong Agricultural University (SDAU) Tai'an wird fortgesetzt: „Der Vertrag über die Zusammenarbeit wird um zehn Jahre verlängert. Die Hochschule denkt zudem über weitere Projekte im Bereich Wirtschaftsinformatik nach“, berichtet FOM Kanzler Dr. Harald Beschorner am Rande einer China-Reise.

Positives Nachrichten erreichten die FOM Vertreter auch in Peking: „Das zentrale Erziehungsministerium teilte uns heute mit, dass die Akkreditierung für die Kooperationsstandorte mit den Universitäten sowohl in Tai'an als auch in Taiyuan nunmehr erfolgreich abgeschlossen ist. Somit steht auch neuen Projekten nichts im Wege“, so Dr. Beschorner.

Eine FOM Delegation um Dr. Harald Beschorner reist noch bis Ende Oktober durch das Reich der Mitte. Begleitet wird der Kanzler unter anderem von Lin Liu, Direktorin der German-Sino School of Business & Technology.

Im Erziehungsministerium in Peking (v.l.) Chen Xiaoli, Wang Yi, Dr. Harald Beschorner und Lin Liu.

Festakt am Fuße des heiligen Berges

Eine FOM Delegation um Dr. Harald Beschorner reist momentan durch China. Begleitet wird der Kanzler unter anderem von Lin Liu, Direktorin der German-Sino School of Business & Technology. Bei der Tour durch das Reich der Mitte stehen zahlreiche Termine auf dem Programm.

Die Shandong Agricultural University (SDAU) in Tai’an war erste Station des noch bis Ende Oktober dauernden Besuchs. In Tai’an nahmen die FOM Vertreter am 15. Oktober gemeinsam mit Partnern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an einem Festakt zum 110 jährigen Bestehen der Universität teil. Seit 2003 kooperiert die FOM Hochschule mit den Chinesen. Durch ihre Leistungen in der Lehre sowie ihre Internationalität, ist die Universität am Fuße des heiligen Tai-Berges eine feste Größe in der chinesischen Bildungslandschaft.

Meilensteine der Historie, Traditionen und Mission der Universität wurden beim Festakt durch ein buntes und eindrucksvolles Bühnenprogramm zum Leben erweckt. Bei der anschließenden Geschenkübergabe gratulierten die Essener Kollegen der chinesischen Universität noch einmal offiziell. Dr. Beschorner und Lin Liu überreichten eine Statue des griechischen Titans „Atlas“ mit der Weltkugel auf seinen Schultern. Diese sei nicht nur ein Geburtstagsgeschenk, sondern auch ein Symbol für die Bedeutung beider Partner im Hinblick auf den interkulturellen Austausch, so Dr. Beschorner.

Die zweite Station der China Reise war ein Besuch der Partneruniversität in Shenyang. Dort wurde das Kooperationsprogramm „Bachelor of Engineering“ feierlich eröffnet. Den gemeinsamen Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik startete die FOM Hochschule mit der Shenyang University im vergangenen Jahr. Aktuell sind 180 Studierende in diesem Programm eingeschrieben.

Unter den Gästen der Eröffnungsveranstaltung waren auch der deutsche Generalkonsul in Shenyang, Dr. Peter Kreutzberger, der Head of HR Operations von BMW Brilliance Automotive in Shenyang, Min Xu, sowie eine 21-köpfige Exkursionsgruppe von der Hochschule Bochum — unter der Leitung von Prof. Reiner Dudziak. Der Bochumer ist auch als wissenschaftlicher Direktor für Ingenieursstudiengänge an der FOM German-Sino School tätig.

Bereits am Vorabend der feierlichen Studiengangeröffnung hatten die Studierenden übrigens gemeinsam mit den Lehrenden eine „China-Germany Night“ gefeiert, bei der Dr. Beschorner als Gastmusiker in die Gitarrensaiten griff.

September 2016

Digitalisierung zwischen Tesla und Smart Home: Praktische Einblicke beim innogy-Energiestammtisch

Fachlicher Input, eine intensive Debatte und ein Blick auf die praktische Seite der Digitalisierung – so lautete das Erfolgsrezept des innogy-Energiestammtisches Mitte September in Essen. Für einen internationalen Anstrich der Runde in der Borbecker Dampfe sorgten 12 chinesische Studierende der FOM German-Sino School of Business & Technology, für den gesellschaftspolitischen Blickwinkel Prof. Dr. Stefan Heinemann, FOM-Prorektor für Kooperationen und Repräsentant des zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen.

Bevor es in medias res ging, hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, in einem Tesla S mitzufahren. Auch Prof. Dr. Heinemann nahm in dem selbstfahrenden Wagen Platz und urteilte mit Blick auf das Unternehmen: „Solche innovativen Firmen haben wir auch in Deutschland und Essen.“

Anschließend traf der FOM-Experte in einer von Bettina Weiher moderierten Runde auf Gerhard Radtke (Leiter Innovationsmanagement bei innogy Metering) und Andreas Brabeck (Leiter Politik Vertrieb/Netze von innogy). „Viel von dem, was die innogy-Fachleute gesagt haben, war sehr wichtig, um die grundsätzlichen Zusammenhänge aus Industriesicht zu verstehen“, lautet seine Bilanz zum Gespräch. „Dazu gehören auch die potenziellen Vorteile smarter Messgeräte. Sie helfen, Haushaltskosten besser zu kontrollieren.“ Diese Vor- und auch einige der potenziellen Nachteile wurden im Anschluss an die Kurzvorträge heiß diskutiert. Auch die chinesischen FOM-Studierenden brachten sich an der ein oder anderen Stelle ein und berichteten über den Digitalisierungsprozess in ihrem Land.

Chinesische FOM Studierende treffen Düsseldorfer Tischtennis-Star Timo Boll

Besonderes Erlebnis für Huiqiao Tang und Peng Han: Die beiden chinesischen Studierenden der FOM German Sino-School of Business & Technology besuchten jetzt das Tischtennis-Bundesligaspiel zwischen Borussia Düsseldorf und Werder Bremen. Besonders deshalb, weil bei den Düsseldorfern mit Timo Boll einer der in China populärsten deutschen Sportler im Kader steht. Die ehemalige Nummer 1 der Weltrangliste gewann bei den Olympischen Spielen in diesem Jahr in Rio mit der Mannschaft die Bronzemedaille. 2014 wurde er mit seinem Team Shandong Luneng chinesischer Mannschaftsmeister.

Huiqiao Tang und Peng Han, seit August in Deutschland, spielen beide selber aktiv Tischtennis und trainieren derzeit in der Tischtennisabteilung des DJK Franz-Sales-Haus in Essen. Zusammen mit Studienberater Peter Cornelius erlebten sie einen 3:0 Sieg der Borussia aus Düsseldorf.

Timo Boll ist in China ein Star. Der 35-Jährige kann sich dort ohne Sicherheitspersonal nicht frei bewegen. In Düsseldorf geht das aber noch sehr gut und so nutzen die beiden Studierenden die Möglichkeit und ließen sich mit dem Spitzensportler ablichten.

Für die beiden Studierenden war es ein außergewöhnlicher Nachmittag und eine willkommene Abwechslung zum Studienalltag an der FOM. Für ihre Studierenden organisiert die FOM German SINO-School of Business & Technology im Verlauf der einjährigen Studienzeit in Essen immer wieder verschiedene Aktionen und Exkursionen. 

August 2016

Attraktive Praktika für die Besten - Mentoring Programm der FOM German-Sino School zahlt sich aus

Seit Jahren unterstützt die German-Sino School of Business & Technology der FOM Hochschule ihre chinesischen Master-Studierenden im Rahmen eines studienbegleitendes Mentoring Programms. Dazu gehört auch die Vermittlung von Praktikumsstellen für besonders gute Studierende.

Im Rahmen dieses Programms besprechen die Mitarbeiter der German-Sino School of Business & Technology mit den Studierenden ihre individuellen Studienpläne, diskutieren Praktikumsmöglichkeiten und erstellen gemeinsam ihre Bewerbungsunterlagen wie beispielweise Lebensläufe und Anschreiben. Sie bereiten die Studierenden gezielt auf ihre Vorstellungsgespräche vor und entwickeln gemeinsam mit Ihnen Karrierepläne. Die studienbegleitenden Maßnahmen zahlen sich langfristig für die Studierenden aus. In den vergangenen Monaten haben sechs chinesische Master-Studierende mit Unterstützung des Mentoring Programms Top-Praktikumsplätze bei renommierten Unternehmen gefunden. Darunter bei der Bank of China in Düsseldorf, der Essener Wirtschaftsförderung, dem weltweit führende Sensorhersteller ifm electronic in Essen, Thyssenkrupp in Essen, Audi in Ingolstadt/Changchun sowie  Ernst & Young in Frankfurt am Main.

Einigen chinesischen Studierenden wurden bereits anschließende Jobchancen in Aussicht gestellt. Die FOM German-Sino School of Business & Technology wünscht den Studierenden weiterhin viel Erfolg und eine erfahrungsreiche Zeit.

Deutsch-chinesische Forschung: Dekane der Shanxi Agricultural University zu Gast an der FOM

16.000 Studierende, sieben Fakultäten und ein 1.000 Hektar großer Campus: Das College of Informationen der Shanxi Agricultural University hat seit seiner Gründung 2002 einiges erreicht. „In den vergangenen Jahren haben wir uns stark auf Studium und Lehre konzentriert“, erklärt Lin Su. „Jetzt gilt es, im Bereich Forschung neue Entwicklungen anzustoßen – zum Beispiel über internationale Kooperationen.“ Um potenzielle Forschungspartner kennenzulernen, war der Dekan der Fakultät für Public Management mit seiner Kollegin Xin Zhao, Vize-Dekanin der Fakultät für Wirtschaft und Management, zu Gast in Deutschland. Eine ihrer Stationen: die FOM Hochschule in Essen.

Dort tauschten sie sich u.a. aus mit Prof. Dr. Thomas Heupel, FOM Prorektor Forschung, Prof. Andreas Oberheitmann von der FOM German-Sino School of Business & Technologie, und Dipl.-Kffm. Gerrit Landherr, Koordinator der internationalen FOM Forschungsprojekte. Bei diesem Gespräch ging es um Potenziale eines intensiveren Austauschs, bereits bestehende China-Aktivitäten der FOM und ein gemeinsames Projekt, das für Anfang 2017 geplant ist: die sogenannte Travelling Conference.

„Wir wollen Konferenzen zum Oberthema Industrie 4.0 an drei chinesischen Hochschulen durchführen. Neben dem College of Information sind die Shandong Agricultural University und das College of Mobile Telecommunications der Chongqing University of Posts and Telecommunications”, erläutert Prof. Oberheitmann. „Jeder dieser Hochschulen hat mit Blick auf die digitale Transformation unterschiedliche Schwerpunkte. Die Vorträge und Workshops der jeweiligen Veranstaltung werden entsprechend zugeschnitten.“ Für die Inhalte verantwortlich zeichnen auf deutscher Seite sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie zwei Expertinnen und Experten aus der Wirtschaftspraxis. „Geplant ist das Ganze für Anfang 2017“, so Prof. Oberheitmann. „Wir warten noch auf grünes Licht vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, das das Vorhaben mit großer Wahrscheinlichkeit fördert.“ Sollte das Projekt stattfinden – da waren sich die am Gespräch beteiligten Personen einig – bildet es den perfekten Startschuss für den Ausbau eines deutsch-chinesischen Forschungsnetzwerkes, von dem auch das College of Informationen profitieren wird.

Huānyíng guānglín! Rund 420 chinesische Studierende in Essen eingetroffen

Mit einer feierlichen Semestereröffnung werden heute rund 420 chinesische Studierende in Essen begrüßt. Die jungen Chinesinnen und Chinesen wollen in den nächsten zwei Semestern hier ihren Bachelor-Abschluss erlangen. Das funktioniert jedoch nicht ohne umfassende Betreuung. 

Bereits zum 12. Mal empfängt die FOM German-Sino School of Business & Technology im Rahmen des Kooperationsstudiengangs Business Administration chinesische Studierende aus Taian und Taiyuan. Nach einem 12-monatigen Deutschstudium haben sie in ihrer Heimat zunächst vier Semester in deutscher Sprache studiert, unterrichtet von Dozenten der FOM und unterstützt durch deutsche Studierende, die als Tutoren bei der Vor- und Nachbereitung des Stoffes helfen. Lin Liu, Direktorin der German-Sino School: „In China sind die Studierenden schon mit ihrem chinesischen Bachelor-Studium in der Schlussphase, so dass sie sich in den kommenden zwei Semestern ganz auf den deutschen Abschluss konzentrieren können.“

Diese Herausforderung ist für die jungen Chinesinnen und Chinesen ohne umfassende Betreuung jedoch kaum zu leisten. Die Mitarbeitenden des Essener China-Teams haben sie persönlich vom Flughafen abgeholt. In den kommenden Tagen eröffnen sie gemeinsam mit ihnen ein Konto und helfen beim Kauf eines Nahverkehrstickets. Prof. Dr. Axel Müller: „Wir stellen auch sicher, dass die Studierenden krankenversichert sind und dass sie direkt zu Beginn eine umfangreiche Einweisung in den Studienalltag an der FOM erhalten. Zudem machen wir ihnen von Anfang an klar, dass sie sich bei Problemen jederzeit an uns wenden können.“

In den Wochen nach dem Studienstart am 1. August werden die chinesischen Studierenden ihre Patenfamilien kennenlernen. „Wir haben dieses Patenprogramm vor zwölf Jahren ins Leben gerufen. Dabei lassen deutsche Familien die Studierenden hin und wieder an ihrem Alltag teilhaben. Für Chinesen sind das wichtige Erfahrungen, wenn sie beispielsweise mit den Paten auf den Weihnachtsmarkt oder ins Theater gehen oder zu Hause gemeinsam backen oder kochen und dabei gleichzeitig Deutsch üben“, beschreibt Lin Liu.

Juli 2016

Größte Fachhochschule Deutschlands: FOM erhält Akkreditierung für weitere 5 Jahre

Zum dritten Mal in Folge hat der Wissenschaftsrat eine positive Entscheidung zur FOM gefällt. Das Beratergremium der Bundesregierung spricht der FOM Hochschule weitere fünf Jahre das Vertrauen aus. In seiner Beurteilung hob der Wissenschaftsrat insbesondere die Qualität in Lehre und Forschung, die gelungene Studienorganisation sowie das besondere Betreuungskonzept der Studierenden durch die gemeinnützige Hochschule hervor. „Wir freuen uns sehr über das Ergebnis und fühlen uns durch die erneute gute Beurteilung bestätigt“, so FOM Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier. 

„Unser überzeugendes fachübergreifendes Portfolio an Bachelor- und Master-Studiengängen fand ebenso die Anerkennung der Akkreditierungs-Experten wie die konsequente Weiterentwicklung unserer Forschungsleistungen und unsere im Leitbild verankerten Qualitätsstandards“, so der Rektor. „Auch unser Regionalisierungskonzept wurde positiv bewertet.“

Laut Professor Manfred Prenzel, Vorsitzender des Wissenschaftsrates, zeigen die gewachsenen Studierendenzahlen, „dass das Präsenzstudienangebot der FOM stark nachgefragt wird. Die erfolgreiche Entwicklung dieser Hochschule ist exemplarisch für die wachsende Bedeutung des nichtstaatlichen Hochschulsektors innerhalb des Gesamtsystems.“ Beim Thema Forschung honoriert der Wissenschaftsrat in seiner Stellungnahme, „dass die FOM im Zuge der deutlichen Verbesserung der institutionellen Rahmenbedingungen auch ihre Forschungsleistungen – gemessen an Drittmitteln und Publikationen – steigern konnte.“ Über die Kooperationen der FOM sagen die Experten: „Die vielfältigen Kooperationsbeziehungen mit Hochschulen im In- und Ausland, Wirtschaft und Verbänden tragen im hohen Maße zum Praxisbezug der Studiengänge sowie zur wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit der Hochschule bei.“

Der personelle Ausbau von hauptberuflich Lehrenden stellt laut Wissenschaftsrat „eine beachtliche Aufbauleistung dar, die die Hochschule im Rahmen ihrer Standort- und Profilerweiterung bewältigt hat.“ Seit 2010 wurden knapp 200 neue Professorinnen und Professoren eingestellt. Parallel dazu wurden auch das umfängliche Betreuungskonzept der Hochschule, die Integration der Lehrbeauftragten in den Hochschulalltag sowie die zentrale Unterstützung der Lehrenden weiter optimiert. 

Deutsch-chinesisches Hightech-Forum in Heidelberg: Zwischen Industrie 4.0 und Big Data

Industrie 4.0, Autoindustrie, Big Data, Biologie und Medizin – so lauteten die Schwerpunkte des ersten deutsch-chinesischen Hightech-Forums in Heidelberg. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: jeweils 50 Wirtschafts- und Wissenschaftsvertreter beider Länder, darunter Prof. Dr. Stefan Heinemann, Prorektor Kooperationen der FOM Hochschule. Zu den Referenten gehörten Heidelbergs Kulturbürgermeister Dr. Joachim Gerner, der Pekinger Vizebürgermeister Shixiang Li sowie der Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Bernhard Eitel.


„Schwerpunkt der Gespräche und Diskussionsrunden war die Frage, wie deutsche und chinesische Hochschulen und Unternehmen in Sachen Forschung und Bildung zusammenarbeiten können“, fasst Prof. Dr. Heinemann zusammen. „Dabei ging es vor allem um Projekte im Bereich Technologie sowie die Qualifizierung von Fachkräften. In beiden Themenfeldern ist die FOM aktiv und wir konnten in den Fachdialogen mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viele neue Impulse bekommen. Höhepunkt der Veranstaltung war die Gründung eines chinesischen Forschungs- und Technologieparks in Heidelberg – ein Erfolg, über den wir uns sehr für die Akteure in Heidelberg gefreut haben.“  

Im Dialog mit den Referentinnen und Referenten sowie den übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern konnte der Prorektor zum Beispiel die Arbeit der FOM German-Sino School of Business & Technology vorstellen, die seit mehr als zehn Jahren und in enger Kooperation mit chinesischen Universitäten junge Chinesinnen und Chinesen zu betriebswirtschaftlichen Nachwuchskräften ausbildet. Darüber hinaus berichtete er vom Workshop Opportunities and challenges for small and medium-sized enterprises in Germany and China in a globalized world, den die FOM gemeinsam mit der Konrad Adenauer Stiftung in Tai’an durchgeführt hat, und gewährte Einblicke in das Projekt „Industry 4.0 – resource efficiency and digital transformation“, mit dem sich die FOM und ihr langjähriger Kooperationspartner, die Shandong Agricultural University, an der „Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung durch die Förderung von Vernetzungs- und Sondierungsreisen deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen“ beteiligen möchten.

Von Taiyuan nach Essen: Chinesische Wissenschaftlerin zu Gast an der FOM

Wie sieht ein erfolgreicher Strukturwandel aus? Was ist bei der Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen und Unternehmen zu beachten? Und wie können sich Technikerinnen und Techniker für die Herausforderungen von Industrie 4.0 rüsten? Xuelian Zhang hatte bei ihrem zweitägigen Besuch an der FOM viele Fragen im Gepäck: Die Vize-Direktorin der Shanxi Academy of Social Sciences in Taiyuan erhielt Einblicke sowohl in die Struktur der Hochschule für Berufstätige als auch in einzelne Forschungsprojekte.

Ihre erste Station: das Institut für Public Management. ifpm-Direktor Prof. Dr. Gottfried Richenhagen und die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Gundula Grzesik und Lana Kohnen stellten ihr u.a. das Projekt IntraKomp vor, bei dem es um den Erhalt und die Entwicklung von Kompetenzen älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geht. Am zweiten Tag lernte die chinesische Wissenschaftlerin das zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen und das Projekt FlexLabplus kennen, in dessen Rahmen mobile Experimentiersets für den Einsatz in der Sekundarstufe II entwickelt werden. Zielsetzung: Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit zu bieten, Versuche zu 3D-Druck und neuen Werkstoffen durchzuführen – und zwar ohne ihre Klassenzimmer zu verlassen. Last but not least erfuhr Xuelian Zhang etwas über die Rolle der FOM im deutschen Bildungswesen.

„Ich habe sehr viele Anregungen für meine eigenen Projekte mitgenommen“, fasste die Wissenschaftlerin ihre Eindrücke zusammen. „Die Shanxi Academy of Social Sciences ist so etwas wie der Think Tank der Provinzregierung und entwickelt Ideen für den Umgang mit aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen. Ein Thema ist beispielsweise die ‚Made in China 2025‘-Strategie, eine Art Fahrplan für Chinas Weg Richtung Industrie 4.0. Vor diesem Hintergrund war es spannend, die Arbeit des KCQ KompetenzCentrum für industrielle Entwicklung & Qualifikation mit Blick auf FlexLabpluszu betrachten.“

Xuelian Zhang ist insgesamt für ein Jahr in Deutschland. Sie hospitiert(e) u.a. am BIBB Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn sowie an der Universität Münster und war zu Gast bei der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH – kurz: G.I.B.

Ansprechpartner

Lin Liu M.A.
Direktorin der German-Sino School of Business & Technology
Tel.: 0049 201 81004 418
E-Mail: lin.liu@fom.de

Prof. Dr. Axel Müller
Studienleitung BBA Essen
Tel.: 0049 201 81004 327
E-Mail: axel.mueller@fom.de

Broschüre

Video

Video: 10 Jahre China Programm auf Deutsch

Das China Programm der FOM
5:29 Min

Video: China Dozenten- und Tutoren-Workshop an der FOM

China Dozenten- und Tutoren-Workshop an der FOM
3:26 Min