Die Feuerzangenbowle: Heinz Rühmanns chinesische Wurzeln

Wer kennt sie nicht, die Feuerzangenbowle?

Die Männer, die an einem lauschigen Abend zusammensitzen und sich der guten, alten Schulzeit erinnern – und natürlich der Streiche, die das Schülerleben erst richtig würzten.

Und in der fröhlichen Runde der einzige Mann, der nie eine Schule von innen gesehen hatte und seine Jugend deshalb nachholen wollte ...

Eine faszinierende Geschichte, in der Heinz Rühmann heute nun – 70 Jahre später und Tausende Kilometer fern der Heimat - seinen zweiten Streich plant. Denn genau hier, in Taiyuan, begann das neue, das andere Leben des HannesPfeiffer.

An vielen langen Abenden bereitete sich der Deutschkurs der Taiyuan-Studenten auf die Aufführung vor. Zwei Studentinnen waren für die Regie und die Organisation zuständig: Huang Rong und Wang Yifan.Schwierige Texte, komödiantische oder tänzerische Einlagen und eine fast originalgetreue Kulisse sollten auf dem Weg zur neuen Feuerzangenbowle später kein Hindernis sein. Und damit alles auch einen wirklichen Kooperationsanstrich erhielt, mischten auch zwei deutsche Tutoren (Benjamin Ludwig als Direktor Knauer und Katja Michels als Musiklehrerin) mit. David Lopatta, seiner Zeit und bis heute Standortleiter, sollte als Chemieprofessor Creydem Stück noch die Prise Zunder verleihen, von der eine Feuerzangenbowle nun mal lebt.

Und dann war es soweit: Der Einladung des Deutschkurses folgten am Dienstag, dem 7. April,viele ... und was sie dort sahen, hätte auch ganz sicher einem Heinz Rühmann gefallen: EineKlasse der Oberprimaner, die es wirklich faustdick hinter den Ohren hatte, Streiche spielte oder einen Tanz aufs Parkett legte, bei dem sich selbst zwei Jungen die Ehre gaben. Eine liebliche Tochter Eva des Schuldirektors, die nur noch vom Temperament der ehemaligen Geliebten des Hans Pfeiffers, dergespielt von YingjunGuo,übertroffen wurde. Ein strenger Schuldirektor im Schulzimmer, eine Musiklehrerin im Takt und dazu Professor Lopatta, der stimmlich und schauspielerisch einem Erich Ponto (Crey bzw. Schnauz) allemal das Wasser reichen konnte. Nicht zu vergessen Hans Pfeiffer (gespielt von Yingjie Wang), der mit viel Herz und noch mehr Engagement der bekannten Figur des Dr. Johannes Pfeiffer neues Leben einhauchte.

Wunderbare Schauspieler mit einem durchweg bewunderswert gutem Deutsch, viel Humor, zeitgemäße Kulissen und rauschende Kostüme versetzten die Zuhörer eine ganze Stunde lang in eine andere, fast vergessene Welt. Am Ende winkte den Schauspielern der gerechte Lohn – lang anhaltender Applaus und Reihen voll begeisterter Zuschauer. Die zwei Meisterinnen der Regiebekamen einen bunten Strauß als kleine Anerkennung für so viel Engagement – und waren mehr als gerührt.

Und nur die anschließende Fotosession mit allen Schauspielern und Gästen erinnerte daran, dass diese Feuerzangenbowle mehr als 8.000 Kilometer entfernt von seinem Ursprungsland heute neu aufgeführt worden war.

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