"Ich will versuche, China zu verstehen"

Leon Walther ist auf dem Sprung. Endlich. Der Düsseldorfer FOM Student fliegt am 21. Februar nach China. Dort wird der 25-Jährige als Tutor arbeiten - im Auftrag der FOM German-Sino School of Business & Technology. Denn anders als viele seiner Freunde hat Walther nach dem Abitur erst einmal nicht das Weite gesucht, ist nicht verreist und hat auch nicht sofort studiert.

 (Foto: privat)

Nach der Schule begann der Düsseldorfer eine Ausbildung zum Fluggerätmechaniker. Nach der Ausbildungszeit holte ihn allmählich aber der Wunsch ein, Studium und Reise nachzuholen. Leon Walther schrieb sich vor zwei Jahren an der FOM ein und nahm sich fest vor, innerhalb der Studentenzeit noch zu verreisen. Vom Tutorenprogramm hatte er damals noch nichts gehört. Jetzt packt ihn also das Fernweh. Vor dem Abflug haben wir mit ihm gesprochen.

Welche Vorstellungen haben Sie vom „Riesenland“ China?

In China findet man alles: Hochtechnologie neben einer sehr alten, traditionellen chinesischen Kultur, ein politisches System, welches ich nicht richtig einordnen kann und Reichtum neben bitterer Armut. Ein Land der Gegensätze, das ich versuchen möchte zu verstehen.

Wie sind Sie auf das Tutorenprogramm der FOM aufmerksam geworden?

Das Tutorenprogramm sprang mir eines Morgens am „schwarzen Brett“ im Online-Campus entgegen. Ich habe keine Sekunde gezögert und mich sofort beworben. Das war die Gelegenheit, auf die ich gewartet habe.

Wo werden Sie genau eingesetzt?

Ich werde in Taiyuan, in der Provinz Shanxi leben und arbeiten. Taiyuan liegt etwa zwei ein halb Zugstunden südwestlich von Peking und hat drei Millionen Einwohner. Auf einem riesigen Campus befinden sich sowohl unsere Wohnungen, Mensen, Sportanlagen, als auch die Gebäude der Shanxi University of Finance & Economics.

Welche Aufgaben werden Sie an der chinesischen Uni haben?

Ganz allgemein unterstütze ich die Dozenten vor Ort bei ihrer täglichen Arbeit. Ich werde in Absprache mit ihnen Tutorien zu ihren Vorlesungsinhalten entwickeln und die chinesischen Studenten verstärkt auf die Klausuren vorbereiten. Unsere Tutorien sollen Inhalte vertiefen, die Studenten müssen Sachverhalte nachhaltig verstehen, statt sie stumpf auswendig zu lernen. Dies wird uns Tutoren gelingen, indem wir praxisnahe Aufgaben stellen und uns beinahe spielerisch den betriebswirtschaftlichen Themen nähern. Die wichtigste Aufgabe eines Tutors sehe ich hingegen in der Verständigung mit den chinesischen Studenten. Ich bin das Bindeglied zu den Dozenten. Ich bin für die dortigen Studenten nahbar, weil ich in etwa ihrem Alter entspreche und nicht die Autorität eines Dozenten ausstrahle. Diese direkte Kommunikation zu den Studenten hilft mir und unserem ganzen Team, inhaltliche Lücken und Schwächen zu sehen und sofort darauf zu reagieren. Eine Aufgabe auf die ich mich sehr freue.

Wie haben Sie sich auf Ihren Einsatz vorbereitet?

Ich habe versucht, das Land China zu verstehen, bevor ich es betreten habe. Ich habe Bücher gelesen, Dokumentationen angesehen und mit Menschen gesprochen, die bereits dort waren. Ich bin ehrlich gesagt verunsichert und weiß über China gefühlt genauso viel wie vorher. Wie ich bereits sagte, China scheint ein Land der Gegensätze zu sein, welches man erleben muss. Ein Buch oder eine Dokumentation kann da nur ein kleiner Einblick sein.

Ist das Ausland für Sie mglw. auch eine dauerhafte Option?

Deutschland ist wunderschön und sicher, doch da draußen wartet noch so viel, das ich kennenlernen möchte. Ich kann mir ein Leben im Ausland sehr gut vorstellen.

Leon Walther studiert an der FOM Hochschule im 5. Semester Business Administration. Der gelernte Fluggerätmechaniker arbeitet bei der Cessna Düsseldorf Citation Service Center GmbH am Airport Düsseldorf.

Ansprechpartner

Lin Liu
Lin Liu
 M.A.
Direktorin der German-Sino School of Business & Technology
+49 201 81004-418
Axel Müller
Prof. Dr.
Axel Müller
Wissenschaftlicher Direktor der German-Sino School of Business & Technology
+49 201 81004 327